Tobi's 2nd Birthday in Canada

Happy Birthday Tooooobiiii

 

Meinen 34igsten Geburtstag durfte ich dieses Jahr genauso wie bereits 2015 in Kanada feiern. In den Tagen zuvor hatte ich aber ehrlich gesagt nicht wirklich Lust darauf. 34 ist letztlich nichts Besonderes und du wirst lediglich daran erinnert, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist.

Nichtsdestotrotz...a bissel was geht immer und darum haben wir in unserem Farm-Trailer am 24.5. zunächst einmal mit ein wenig Cuba Libre und Jägermeister reingefeiert. Für die richtige Stimmung hatte Diana ein riesiges Banner besorgt und quer im Trailer platziert. Der Grund unseres Umtrunks konnte so tatsächlich keinem Beobachter entgehen.

 

Gleich am nächsten Morgen wurde ich dann vom ersten Moment an daran erinnert, dass ich nun ein Jahr älter bin bzw. eben keine Zwanzig mehr. Der Rum kreiste weiterhin vehement in meinem Schädel und ich verabscheute die hereinströmende Sonne ebenso sehr wie Graf Dracula.

Erst das Zauberwort „Kaffee?“ konnte mich unter der Decke hervorlocken, als meine Liebste an mein Bett trat. Danach ging es steil bergauf und wir bereiteten ein reichhaltiges Frühstück im Sonnenschein und mit Blick auf die schneebedeckten Berge vor. Doch nur einen Augenblick der Unachtsamkeit und schon hatte die Hündin „Shina“ den Käse vom Teller gemopst und lag unschuldig schauend an unserer Seite. Am Ende hat es aber doch geschmeckt und ein nettes Foto ist dabei auch entstanden ;-)

 

Geburtstag und Brummschädel hin oder her, die Tiere auf der Farm interessierte das mal so gar nicht. Sie hatten Hunger und so drehten wir unsere all morgendliche Runde auf der Farm und versorgten die Schweine, Schafe, Hühner und Kühe.

 

Ab Mittag wurde schließlich eifrig in der Küche gearbeitet. Diana und Julia backten zwei vorzügliche Kuchen. Anschließend wurden Burger, Yummis (= geröstete Süßkartoffeln), Salat und selbstgemachte Mayo für meine kleine Party am Abend vorbereitet.

 

Als ersten Gast durfte ich „Onkel Rick“ begrüßen. Stilgerecht kam er auf seiner verchromten Harley angebraust. Seine Leidenschaft für Totenköpfe war sowohl anhand den eigenen als auch den Harley-Verzierungen nicht zu übersehen. Bei einigen Bierchen in der Sonne und einem netten Gespräch warteten wir so auf die Ankunft der übrigen Gäste. Endlich traf auch Farmer Paul von seinem langen Weg nach Prince George wieder bei uns ein, wohin er seine Veggie-Bags ausgeliefert hatte. Überraschend kamen dann auch noch Försterin Jene mit ihrem Sohn und schenkte mir ein Glas voll eingemachten selbstgefangenen Lachs.

Die Gesellschaft war nun also komplett und wir ließen es uns bei heiteren Gesprächen und seufzenden Schmatzen bei Burger und Bier gut gehen. Nach einer magenschondenden Pause wurde es dann noch einmal formell, denn der in Kanada obligatorische Geburtstagskuchen stand noch aus. Ich wurde hierzu genötigt ein goldenes Krönchen aufzusetzen und eine hawaiianische Lei umzuhängen. Leicht peinlich berührt nahm ich so das Geburstagsständchen meiner Gäste entgegen und durfte schließlich nach erfolgreichem Auspusten der Kerzen den Kuchen verteilen.

 

Gegen 22.30 löste sich die Gesellschaft schließlich bei heiterer Stimmung und nach einigen Cuba Libre auf, denn auch in Kanada ist der Donnerstag ein Werktag ;-)

 

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Comments: 1
  • #1

    Mutzi (Wednesday, 01 June 2016 09:58)

    Wow, klingt wunderschön Tobi !! Alles Liebe auch nochmal von uns- Uncle Rick würden wir auch gerne mal kennenlernen... und selbstgefabenen eingelegten Lachs schmecken.. und Kaffee mit bergpanorama trinken ..und.. ach, Neid!!! ;-)
    PS: tolle Schreibe!