Westkanada: Wild horses, Cowboys and Whiskey Sour

 Westkanada - The Wild West of Canada

 

Am Sonntag waren wir auf dem Ksipiox Rodeo – dem „größten kleinen Rodeo Westkanadas“.

Die ganze Westernkultur hatte mich schon als Kind in ihren Bann gezogen. Auch wenn ich insbesondere einige Rodeo-Disziplinen wie etwas „Bull Riding“  mit gemischten Gefühlen sehe – das Ganze Drum Herum, der Lebensstil, die Pferde und die Arbeit in den unendlichen Weiten Nordamerikas, die Roughness und Jeans in Cowboy-Boots hatten schon immer eine magische Anziehung auf mich und das ist nicht zuletzt neben der Musik einer der Hauptgründe, warum es mich in den Westen Amerikas zieht.

 

Bereits auf unserer Kanada Reise 2015 waren Tobi und Ich für ein Wochenende auf einem Rodeo in Clinton. Eigentlich wollten wir nur einen Cafe to go mitnehmen und lernten dann den Chef vom Caféhaus kennen, welcher auch Musiker ist und uns dazu anhielt auf dem gerade stattfindenden Rodeo in Town zu bleiben. Er würde auch am Abend auf dem Rodeo Dance auftreten. Tobi und Ich willigten gerne ein und waren vermutlich die einzigen „Touristen“ zwischen den ganzen Pferdewagen und genossen ein authentisches Rodeo Wochenende mit Line Dance, Cowboy-Talk und genügend Bier inklusive.

 

Schon auf dem Weg zum Rodeo hörten wir den lokalen Country Radio Sender. Es geht in diesen Liedern in der Regel immer um verlorene oder gewonnene Liebe und romantisches Landleben, die Sehnsucht nach Farm Life und harter Arbeit, wilde Pferde, die unendlichen Weiten und Einsamkeit in den Bergen, Kühe hüten, schweißtreibendes Zäune bauen und um: Bier, Bier, Bier, Bier und Whisky Sour, was in  hohen Ausmaß konsumiert wird, um endlich der großen Liebe näher zu kommen oder eben über sie hin weg zu kommen.  

 

Das Rodeo fand versteckt im Ksipiox-Land der First Nations statt, was sich auch unter den Besuchern wiedergespiegelt hat – Es waren unheimlich viele „First Nation People“ da. Um zum Rodeo Ground zu gelangen, fuhren wir erst mal eine Stunde von Old Hazelton ins Ksipiox Valley und dann nochmal eine halbe Stunde Schottenpiste durch den Wald.

 

 

Gut eingestimmt kamen wir etwas zu spät auf dem Rodeo an.

 

 

Überall Cowboys, Riesen-Trailer und wiehernde Pferde. Die Woche davor, waren wir bereits schon in Houston auf einem kleineren Rodeo was eher einem Großfamilien- Treffen ähnelete, dieses hatte ungefähr um die 200 Teilnehmer und schätzungsweise 500-700 Besucher.

 

Wir hatten uns dort mit Ash und Ross verabredet, um den .letzten Tag des Wochenende zusammen zu verbringen. Die beiden kamen für ein paar Tage aus McKenzie und Prince George hoch gefahren und wir waren bereits freitags zusammen auf einer Party und dann campen.

 

Die Sonne brannte und die Luft war stickig, die Cowboys und Cowgirls schwitzten und so taten wir es auch noch etwas geschädigt vom Rausch des Wochenendes. Zu viert saßen wir auf der Wiese und erfreuten uns am Entertainment und erstaunten unzählige Male über die Talente die sich uns auf dem Rodeo Ground darboten. 

 

Wir verbrachten einen wunderschönen Tag inmitten der Local Cowboy Scene - das Schöne an diesen kleineren ländlichen Rodeos ist, dass sich hier  die lokale Kultur konzentriert erleben lässt und eigentlich so gut wie keine Touristen den langen Weg mühen.

 

Rodeo kommt übrigens ursprünglich aus Brasilien und leitet sich von dem Wort „rodear“ ab, welches mit „umrunden“ ins Deutsche übersetzt werden kann. Viele Disziplinen sind auf traditionelle Arbeiten eines Cowboys zurückzuführen, beispielsweise das Einreiten eines wilden Pferdes oder das Einfangen von Rindern. Die verschiedenen Disziplinen sind in Zeit- und Punkte-Disziplinen unterteilt (Timed and Roughstock-Events)

 

Zeit-Disziplinen sind: 

 

  • Barrel Race (Tonnenrennen)
  • Pole Bending (Stangenrennen/Slalom)
  • Rescue Race (Rettungsrennen)
  • Break Away Calf Roping (Kälberfangen). 

 

Punkte-Disziplinen sind: 

 

  • Bareback Riding (Reiten von Wildpferden ohne Sattel)
  • Saddle Bronc Riding (Reiten von Wildpferden mit Sattel)
  • Bull Riding. 

 

 

 

 

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Comments: 1
  • #1

    Mutzi (Friday, 10 June 2016 19:06)

    supergeil! Und der Whiskey und die Musik geht ja zu jedem Anlass wunderbar Hand in Hand ;-D PS: morgen Abend John Fairhurst!