Permaculture Projects on Tenerife

- A True Sustainable Inspiration -

Auf unseren Reisen rund um die Welt treffen wir immer wieder auf kreative und mutige Menschen und deren Projekte, die uns inspirieren. Das Permakultur- und Nachhaltigkeitsprojekt Serene Light Gardens von Michael Piere und Yasmin bei Bajamar auf Teneriffa ist eines davon. Bereits vor unserer Reise nach Teneriffa im Februar 2019 hatten wir gezielt nach Eco-Projekten auf der Insel Ausschau gehalten und so die beiden gefunden. Nach unserer Ankunft vereinbarte Diana mit Michael kurzerhand eine dreistündige Führung über die Finca Luz, inklusive gemeinsamen Mittagessen (25€/P).

Bajamar - Ein Naturparadies

Das kanarische Kleinstädtchen Bajamar liegt im Nordosten von Teneriffa direkt am Meer, umgeben von den grünen Hängen des Anaga Gebirges. Entlang der Küste branden ununterbrochen beeindruckende Wellen gegen die Mauern der Uferpromenade und ein Naturschwimmbad läd an ruhigen Tagen zum Baden ein. Es bietet sich uns ein echtes Naturspektakel, bei dem man hautnah die unbändige Gewalt des Atlantischen Ozeans spürt und hört.

La Finca Luz Serena - Proyecto Permacultural

Bei unserer Ankunft auf der am Ortseingang gelegenen Finca begrüßt uns Michael Pierre. Nach einem kleinem Fussmarsch kommen wir an einer improvisierten Außenküche an und treffen auf Yasmin und vier weitere freiwillige Helfer. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erhalten wir eine Einführung in das Projekt und in Permakulturdesign mit anschließender Führung über das Grundstück. Michael erklärt uns, dass er und Yasmin das Grundstück 2016 nach langer Suche und mehreren Rückschlägen erworben hatten und es seitdem nachhaltig bewirtschaften. Ziel sei eine intakte Permakultur. Dies beinhaltet außerdem den Aufbau einer ökologisch nachhaltigen Infrastruktur unter Anwendung traditioneller Techniken und Verwendung von lokal verfügaberer Baumaterialien sowie Re- bzw. Upcycling. Letztendlich soll hier ein Bildungszentrum für Nachhaltigkeit, Permakultur und ökologischem Bauen entstehen. Unserer Meinung nach ist das ein sehr ehrenwertes und inspiriendes, aber angesichts des sich uns bietenden aktuellen Zustands sehr ambitioniertes und langfristiges Projekt, dass den beiden noch einiges abverlangen wird. Dennoch ist für uns beeindruckend, was die beiden gemeinsam mit rund 200 Freiwilligen und einem Minimum an finanziellem Aufwand in den vergangenen zwei Jahren erreicht haben. Mithilfe von sogenanntem Permakulturdesign haben sie eine komplett brachliegende Fläche von mehreren Hektaren in einen grünen Garten verwandelt. Desweiteren wurden eine solarbeheitzte COB Dusche, eine COB Komposttoilette, ein Backofen und ein bewohnbares COB Häuschen gebaut. Während Workshops wurden außerdem eine Jurte und ein Zeltgerüst in traditionell irakischer Bauweise errichtet.

Organic Food - so yammi

Während der Führung lernen wir viel Neues über die positiven und weniger angenehmen Seiten des Projekts. Bei dem sich anschließendem gemeinsamen Mittagessen erklären uns Michael und Yasmin mit etwas müden Gesichtern, dass Sie das Projekt aktuell aufgrund des großen  Ärgers mit den Behörden ganz schön mitnimmt. Sie würden es gerne auf anderer Ebene weiterführen, sprich sich PartnerInnen ins Boot holen oder gar ganz gegen etwas Kleineres eintauschen. Zu hoch sei die körperliche und psychische Belastung.

Nach einem sehr reichhaltigen und leckerem Mittagessen verabschieden wir uns schließlich inspiriert, aber auch mit gemischten Gefühlen und vielen weiteren Fragen von den Serene Light Gardens, seinen beiden Eigentümern und freiwilligen Mitstreitern. Michael Pierre und Yasmin, wir wünschen euch für die Zukunft nur das Beste, viel Erfolg, Freude und Durchhaltevermögen mit eurem tollen, dennoch herausfordernden Lebensprojekt!!!

A few more Impressions

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