Going up northWEST Canada

Ferry to Haida Gwaii
On the ferry to Haida Gwaii

Short road trip between Telkwa and Prince George – 362km

Von Telkwa aus fuhren wir mit Zwischenstop auf dem Ksipiox Rodeo weiter auf dem Yellowhead Highway 16. Der Weg zwischen Smithers und Prince Rupert, an der kanadischen Küste gelegen, gehört unseren Erachtens zu den beeindruckendsten Abschnitten in Northern British Columbia. Die Vegetation ändert sich stetig hinzu immer mächtiger wirkenden Wäldern, Flüssen und Seen. Immer wieder aufs Neue ist es faszinierend und es macht sprachlos, dass nur diese eine Strasse durch diese fast unberührte Natur führt. Das Gefühl die Wildnis mit unserem Van zu durchqueren, setzte besonders dann ein, als der Highway zwischenzeitlich nach der Stadt Terrace nur aus Schotterpiste bestand, da die Strasse zur Zeit erneuert wird. Erst dann fällt uns nochmal richtig auf: Wow – hier gibt es nichts, außer Natur. Beide sitzen wir  schweigend nebeneinander im Auto und sind einfach nur geflasht von der Schönheit die sich uns hier bietet.

 

Wir haben ungefähr eine Stunde vor Prince Rupert auf einem Rastplatz im Van genächtigt. Wenn man bei uns an einen Rastplatz denkt, fällt mir die Beschreibung, laut; ungemütlich; eckelhaft ein. Hier oben in Nordwestkanada allerdings fahren kaum Autos, da es kaum Menschen gibt, die Luft ist pur und die Natur umarmt uns förmlich und  verschafft uns nach einem Abendbrot gute Träume und einen gesunden Schlaf.

 


Prince Rupert big city

Am nächsten Morgen ging es dann weiter in die größte Stadt hier oben, Prince Rupert. Von hier aus werden wir dann abends um zehn Uhr die Fähre nach Haida Gwaii nehmen. 

Ich hatte das Glück, dass Tobi mich im Van noch hat schlafen lassen und ich im Liegen mit Blick aus dem Fenster und neuen Eindrücken langsam in den Tag starten durfte. 

Es regnet hier oben ziemlich viel und so tat es das auch, als wir in Prince Rupert ankamen. Bevor es auf die Regenwald-Insel Haida Gwaii weitergehen sollte, mussten wir uns erst noch ein paar Regenjacken und Gummistiefel zu legen, denn mehr also sonst wo, gilt hier die Regel es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Zudem ist Haida Gwaii einer der entlegensten bewohnten Regionen Kanadas und es empfiehlt sich genügend Essen und Co. auf die Insel mitzunehmen, da Lebensmittel nicht gerade erschwinglich sind. Der Tag bestand also hauptsächlich aus Shopping, Shopping, Shopping, außerdem musste noch das Licht vom Van in einer Werkstatt erneuert werden und die restliche Zeit wurde ausgefüllt mit Abhängen im Cowpuccino und Sushi aufm Supermarkt-Parkplatz essen. Wir hatten den Tipp von Paul bekommen, unbedingt im „Opa“-einem japanischen Restaurant zu essen, da es hier unglaublich gute Sushi-Fusion-Küche geben solle. Diesem Rat wollten wir auch gerne folgen, da wir beide Sushi lieben. Leider war das Restaurant aber bereits ausgebucht und alle Versuche, doch noch einen Platz zu ergattern scheiterten leider, obwohl mehr Tische frei waren als besetzt. Nu denn, manche Dinge muss man nicht verstehen. Also bestellten wir uns ein Take Out. Nichtsdestotrotz ist die Atmosphäre im Restaurant total gemütlich und wirklich ansprechend und das Sushi war wirklich außergewöhnlich gut für den niedrigen Preis. Wir können daher das Opi-Restaurant nur weiterempfehlen (siehe auch Trip Advisor für Bewertungen) Aber merke: Platz vorher telefonisch reservieren oder hier online: http://www.opasushi.com Für einen guten Café in sehr gemütlicher Atmosphäre können wir das Cowpuccinos wärmstens empfehlen. Dank des guten WiFi-Empfangs ist dort unter hohem Koffein-Einfluss unser letzter Blog-Artikel „Wild Horses, Cowyboys and Whiskey Sour“ entstanden. Das Cowpuccinos sorgt auch für gute Live Musik Events. Für Details einfach mal die Facebook-Seite besuchen.

 

 


Mit dem Van voll bepackt mit Essen, genügend Booze für die nächsten Wochen, neuer Feuerholzaxt, Walmart-Gummistiefeln UND natürlich nicht zu vergessen neu erworbener Fishing Gear ging’s ab auf die Fähre. Letztlich wurden wir dann doch noch nach unserer harten Shopping-Tour mit einigen Sonnenstunden belohnt.

 

woodosounds
...unser Van nach all den Einkäufen etwas unsortiert ;)

Überfahrt von Prince Rupert nach Haida Gwaii

Die Überfahrt mit der Fähre von Prince Rupert nach Haida Gwaii dauert 7-8 Stunden. Es empfiehlt sich die Bordkarten vorher online zu kaufen. Die Kosten betragen pro Person 50 Dollar und für einen normalen PKW (max. 20ft lang, und max 7ft hoch) aktuell rund 160 Dollar. Eine Schlafkabine kostet etwa 90 Dollar, aber die Fähre ist in der Regel ziemlich leer und somit lässt es sich mehr oder minder gemütlich zwischen den Sitzreihen mit Schlafsack auf dem Boden aushalten. Auf der Fähre haben uns ziemlich bald „Berry“ und seine Mitreisenden in ein Gespräch verwickelt. Der Abend endete mit einer Erzählstunde von Kathy, welcher wir ihren Geschichten aus ihrer Jugend lauschten. Eigentlich waren die auch gar nicht so lustig, da es eigentlich nur darum ging, wie sie sich gegen gefährliche Jungs durchsetzte und wie wichtig es ist, als Frau „seinen Mann zu stehen“. Wir hatten noch ein paar Bier zusammen und legten uns dann müde und mit Vorfreude auf den nächsten Tag in unser Schlafgemach – Fünf Sterne: Zwischen zwei Sitzbänken. 

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