Denali Highway - die schönste und längste SCHOTTErPISTE alaskas

Denali day I

Heute wollen wir auf den Denali Highway abbiegen. Einerseits hatten wir im Vorfeld von vielen Seiten gehört, dass diese Strecke einer der Schönsten in ganz Alaska sein soll, andererseits war ich etwas skeptisch, was die Straßenverhältnisse betraf. Über 100 Meilen miese Schotterpiste, mit einer empfohlenen Reisegeschwindigkeit von gerade mal 30mil/h. Eigentlich wollte ich unseren treuen Dark Rider nicht unnötigen Belastungsproben aussetzen. Auch dahingehend, dass der Verkauf in wenigen Wochen an Chris immer mehr Gestalt annahm. Aber die Strecke war einfach zu verlockend, daher liesen wir es auf einen Versuch ankommen. Die ersten drei Meilen waren noch asphaltiert, dann folgte eine Schotterpiste mit Schlaglöchern, die überging in Grobschotter mit noch mehr Schlaglöchern. Im Schneckentempo tasteten wir uns voran und nach ca. 20 Meilen legten wir unseren ersten Zwischenstopp an einem glasklaren Gebirgssee ein. Fasziniert vom Farbenspiel von Sonne und Wolken auf den umliegenden Bergen genossen wir die Szenerie einige Stunden. Ab und an rauschten in Staub gehüllte Trucks und Touristenbusse an uns vorbei...“so schlecht kann der Weg dann doch nicht sein“ dachte ich mir.

Am späten Nachmittag setzten wir unseren Weg in einer für uns magischen Landschaft fort. Unsere Konversation auf diesem Abschnitt lässt sich im Wesentlichen mit „Wow, krass, abgefahren, Wahnsinn“ zusammenfassen. An einem besonders schönen Punkt, der uns eine freie Sicht auf die sich vor uns ausbreitende Ebene und den dahinterliegenden Bergen ermöglichte, beendeten wir unseren Tagestrip. Klappstühle raus! Heute gönnen wir uns mal Pasta mitten in der Wildnis von Alaska. Etwas dekadent ist es dann schon, als wir es uns schließlich im Van gemütlich machen, unsere Panoramafenster uns freien Blick in den Himmel und die umliegende Landschaft eröffnen und wir uns einen Film auf dem Laptop ansehen.


Denali tag ii

 

Bei atemberaubender Landschaft geht’s im Schleichtempo immer weiter auf dem Denali Hwy Richtung Osten. Am Mittag treffen wir auf einem kurzen Wanderausflug zu einem Aussichtspunkt auf zwei ältere Reisende aus New York, State, mit denen wir uns am Ende fast eine Stunde unterhalten und u.a. einige neue Reisetipps erhalten. Gut gelaunt begeben wir uns gemeinsam auf den Rückweg. Zum Abschied schenken wir den beiden noch eines unserer Gläser mit selbstgefangen Lachs und einige Scheiben Brot. Wir umarmen uns und wünschen eine sichere Weiterreise...god bless you!

 

So langsam machten sich die suboptimalen Straßenverhältnisse bemerkbar. Eine Blechverkleidung am Unterboden des Vans hatte sich bereits teilweise gelöst und meine Versuche das Teil notdürftig zu fixieren waren nicht lange von Erfolg gekrönt. Auch unser rechter Stoßdämpfer „blutete“ angesichts der Schwerstarbeit die er zu verrichten hatte. Die nächste Werkstatt mit Glück erst wieder in ca. 60 Meilen,. Naja, nichts akutes...daher Augen zu und durch!

Am späten Nachmittag werden die Straßenverhältnisse zunehmend besser bis wir schließlich wieder aalglatten Asphalt unter unseren Rädern spüren. We did it! Wir haben den Denali Highway gemeistert. Kurz vor Paxton beenden wir unsere Tagestour. Nach all dem Staub der letzten Tage sind wir der Meinung, dass sich unser Van eine ausgiebige Reinigung verdient hat. Schnell wird unsere Umtriebigkeit bemerkt und so werden wir mehrfach von anderen Reisenden angesprochen. Im Anschluss genießen wir noch ein letztes Mal das unglaubliche Panorama entlang einer der schönsten Strecken Nordamerikas. 

 


überfall von einem touribus - Denali tag iii

Den nächsten Morgen beginnen wir in aller Ruhe mit einem Kaffee. Doch mit der Ruhe ist bald Schluss, denn ein Touri-Bus steuert unsere Oase an und entleert seine Fracht auf den Parkplatz. Die knippsende Invasion ist uns dann doch so viel und so sind wir in nur wenigen Minuten abfuhrbereit und flüchten in Richtung Paxton....das eigentlich nicht existent ist. Wir machen noch einen kleinen Abstecher nach Norden, denn nach nur drei Meilen soll man am Summit Lake von einer Plattform aus besonders gut Lachse beobachten können. Erst verfehlen wir sie knapp, doch auf Nachfrage klappt es. Nachdem wir uns das Naturschauspiel eine ganze Weile angesehen haben machen wir uns jetzt auf den Weg in den Süden. Damit folgen wir wieder einmal nicht unserem ursprünglichen Vorhaben, sondern schlagen eine Nebenstrecke ein. 


"Hausputz nach dem Denali highway - alles voller staub....alles muss raus...

Write a comment

Comments: 0