urtica dioica l.


Die gute alte Brennnessel, allseits bekannt als unliebsames „Unkraut“ im Garten, welches es zu bekämpfen gilt, zumindest in nicht-naturnahen Gärten,  Ebenso bekannt ist die heilende Wirkung der Brennnessel bei Rheuma und Gelenkschmerzen, sowie bei Verdauungsproblemen. Die in den Brennnesselblättern enthaltenen Flavonoide wirken leicht harntreibend.  Die Blätter können gegen eine aufkommende Blasenentzündung oder andere Harnwegsinfekte helfen.

 

Die Brennnessel schreckt durch ihre Brennhaare für eine Verarbeitung in der Küche ab: Kommt man dem Gewächs zu nah, sondert die Brennnessel aus diesen Haaren Stoffe wie Histamin und Ameisensäure ab.  Dabei ist es gar nicht schwer die agressiven Haare zu besänftigen, in dem man sie einfach in ein Handtuch einwickelt und mit einem Nudelholz platt walzt, dann verlieren die Haare ihre brennenden Eigenschaften. Wenn man die Blätter beim Pflücken mit genügend Druck zusammenpresst, brennen sie auch nicht. Dennoch sind natürlich Handschuhe besser. Wie man anhand der Inhaltstoffe sehen kann, ist die Brennnessel ein richtiger Allrounder.

 

Inhaltstoffe: Die Pflanze enthält bis zu ein bis zwei Prozent Flavonoide, ätherisches Öl, die Vitamine A, C, B und E  sowie Steroide. Auch Mineralien wie Kalium, Kalzium und Kieselsäure, Eisen und Silicium  kommen in größeren Mengen vor. Die Samen enthalten bis zu 30% Öl (Linolsäure).

 

Sammelzeit: Juni bis Oktober

 

Verwendung in der Küche:

Die Brennnessel eignet sich wunderbar als Spinatgemüse oder aber auch eine Brennnesselsuppe schmeckt richtig gut!  Die Blütenknospen machen  sich im frühen Sommer gut im Salat und auch ein Brennnesselpesto lässt sich leicht daraus zubereiten. Für die Verarbeitung der Brennnesselblätter roh in Salaten in jedem Fall die Blätter kurz blanchieren und mit einem Nudelholz walzen. Für einen Smoothie ist das nicht nötig, insofern man einen guten Mixer hat ;). Ich hau in meine grünen Smoothies als Grundlage fast immer Brennnessel rein. Tschmecki!